Das Boot

Seit unserer Familiengründung begleiteten uns Segelschiffe und der Traum vom weitem Meer. Die ersten Entwürfe für ein Boot zeigten sich als Geburtsanzeige von Katja und Stefan. Margrit zeichnete schon damals die ersten Pläne unseres Familienschiffs. Dieses Schiff war absolut sensationell.

Es liess sich gut und gerne steuern, nutzte die guten Winde, hielt sich gut vor Anker und konnte auch ruhig im Hafen liegen. So war es nicht erstaunlich, dass wir uns aufgrund dieser guten Erfahrungen ein wirkliches Segelschiff aneigneten, um damit auf dem Neuenburgersee unsere Freizeit und die Ferien zu verbringen. Das Leben an Bord gefiel uns und so reifte in uns der Gedanke, nach der Pensionierung (oder sogar ein wenig vorher) die grossen Weltmeere zu besegeln. Doch dazu brauchten wir ein neues Schiff, ein gutes Schiff, denn unsere Träume trugen uns weg, weit weg… Nach langer Evaluation entschieden wir uns schliesslich für

Eine Garcia Exploration 45

und das war der Beginn

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zusammengeschweisste Aluminiumplatten bilden einen Schiffsrumpf

Dieser Rumpf wurde in Condé-sur-Noireau, einer kleinen Gemeinde der Normandie, aus Aluminium gefertigt. Von hier aus wurde er nach Tourlaville bei Cherbourg in die Werft gebracht, wo die Ausbauarbeiten durchgeführt wurden. Mehrmals fuhren wir die eintausend Kilometer bis nach Cherbourg um den Ausbau von nahem zu verfolgen. Obwohl die Reisen lang und manchmal anstrengend waren, gestalteten sie sich interessant und spassig.

Le Mont St. Michel

Wir lernten viel von Frankreich kennen, reisten mit Familie und Hund, genossen Cherbourg und das Meer.

im Tal der Loire

Schloss Chambord

mit überraschenden Begegnungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort konnten wir  auch  mit baugleichen Schiffen segeln, was uns erlaubte, das Handling des Schiffes zu erlernen.

beim Probesegeln mit Chris & Lynn auf Hai You

 

 

 

 

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In der Werft verfolgten wir die Bauarbeiten Schritt für Schritt. Kabel und Schläuche wurden kilometerweise verlegt. Die Möbel und Instrumente mussten eingebaut werden. Waschmaschine, Generator, Tauchkompressor und vieles mehr brauchte seinen Platz.

Viele Hände werden benötigt

Nicht erstaunlich, dass wir abends jeweils müde waren. Aber wir lernten dabei viele Details kennen, was uns erlauben würde, zu einem späteren Zeitpunkt selbst Hand anzulegen. 

zufrieden? skeptisch?

 

skeptisch

 

zufrieden

 

 

 

 

 

 

 

Hoffen wir, dass das nie nötig wird! Entstanden ist dabei ein schönes Schiff, mit dem wir über alle Meere dieser Welt segeln können.

KAMA steht nun abholbereit vor der Werft und kann endlich ins Wasser, in ihr Element.

kommt, macht schon!

 

Hier bin ich! Super!

Doch bevor es los geht müssen noch viele Dinge erledigt werden.

Das Beiboot wird erprobt

die Ankerkette wird markiert

 

 

 

 

 

etc.

Am Heck des Schiffs weht nun die Schweizerfahne, als Heimathafen ist BASILEA, also Basel angeschrieben. Alle Schiffe unter Schweizer Flagge sind in Basel, dem einzigen „Meer“-hafen der Schweiz, registriert.

schon etwas gross diese Flagge für ein kleines Binnenland

Nicht nur das Schiff , sondern auch alle Funkgeräte, die Seenotrettungsbojen, Radaranlage etc. mussten wir in der Schweiz registrieren lassen. Insgesamt war das Ganze aber eine unkomplizierte Prozedur und wir wurden von allen Seiten – stellvertretend möchte ich an dieser Stelle Frau Wasserfallen erwähnen – unterstützt und beraten, so dass wir in kurzer Zeit zu unserem Flaggenschein für die KAMA kamen.

Ach ja, KAMA steht auch noch am Heck unseres Schiffes angeschrieben. Das ist der offiziell eingetragene Name unseres Bootes im schweizerischen Schiffsregister. Eigentlich heisst unser Schiff aber KAMASTERN, in den folgenden Texten häufig auch symbolisch Kama* geschrieben. Das zeigt sich auch am Schiff, da überall dort, wo KAMA angeschrieben steht noch ein schöner, gelber Stern hingemalt ist, auch zu finden auf unserem Code Zero, unserem schön blauen Leichtwind-Vorsegel.

Wie kommt man um Himmels Willen auf die Idee ein Schiff KAMASTERN zu nennen? Ganz einfach, das ist der Zusammenzug der Vornamen der Schiffsbesitzer, also unserer ganzen Familie, ausgenommen Aisha und Merlot. Das sieht dann in etwa so aus:

KA für KAtja

MA für MArgrit

STE für STEfan und zu guter Letzt noch

ERN für Ernst

Zusammengezählt ergibt das dann eben KAMASTERN.

So hoffen wir nun, dass unsere KAMA unter einem guten STERN über die

Weltmeere segelt und wir die hinduistische Bedeutung des Wortes KAMA bewusst in uns verspüren und wahrnehmen dürfen.

KAMA ist der Name des indischen Liebesgottes und bedeutet „Lust, Vergnügen“, meint dabei nicht nur die Geschlechtslust (Kama Sutra – wohl die zwei bekanntesten Wörter aus dem Sanskrit), sondern jede Lust, die durch die Sinne erfahren werden kann, sei es einer Musik zu lauschen , den Duft einer Rose einzuatmen oder die Wellen zu spüren. Der Ausdruck KAMA wird folgendermassen definiert:

Kama ist die Freude des Körpers, des Geistes und der Seele an erlesenen Empfindungen:

Erwecke die Augen, die Zunge, die Nase, die Ohren, die Haut – und zwischen Gefühl und Gefühltem wird das Wesen des Kama erblühen.

So gesehen kann Kama Sutra übersetzt werden als „Aphorismen über die Freude“.

Wir mit unserem Kama Stern wünschen uns viel Freude mit dem Wind, mit dem Wasser, mit dem Himmel, mit den Sternen, mit fernen Ländern und Leuten, mit Freunden, der Familie und jeden Tag das Glück zu erfahren, das dadurch aus unserem Innern heraus wächst und zu Zufriedenheit und innerer Ruhe führt….

Viel wäre noch zu erzählen über das Reisen in Frankreich, die gemütlichen, kulinarischen Abende in Cherbourg, die Probefahrten mit unserem KAMA* nach Alderney und England inklusive der Zollkontrollen oder dem Zusammensein mit Freunden und Gleichgesinnten

aber jetzt geht es so weiter…

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und wir werden Euch in lockerer Reihenfolge wieder berichten von unseren Erlebnissen.