Inseln der Biscaya

Dieser schöne Morgen! Wir lösten die Leinen und machten uns auf den Weg weiter Richtung Süden.

Der Morgen in Loctudy

Der Morgen in Loctudy

 

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Unser erstes Ziel war die Ile de Groix, gegenüber von Lorient, einem weiteren Seglermekka.

 

Schon kurz nach den Glénans manövrierten wir uns durch Regatten.

 

 

Entsprechend war der Hafen Port Tudy auf der Insel überfüllt. Wir konnten aber im Vorhafen an einer Boje festmachen. Nur, es war die Falsche. Wir behinderten die Fähre mit dem Namen Saint Tudy. Die Folge: böse Blicke vom Kapitän von der Brücke herunter. Wir konnten uns an eine andere Boje etwas weiter innen verholen und alle waren zufrieden. Im Übrigen schöne Insel um Velo zu fahren.

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4b9a0163Diese enge Einfahrt und dann noch Kama* im Weg.

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Der nächste Tag brachte uns auf die Belle Ile. Im Vorhafen konnten wir an eine Boje gehen. Der Hafen selbst fällt trocken, was für unser Schiff und uns nicht wirklich ein Problem darstellt, aber hinderlich sein kann, wenn wir wieder los wollen. Man muss wieder ein Hochwasser abwarten und das kommt dann halt nicht immer zur gewünschten Zeit. So mussten wir zum Anlanden unser Dinghi wassern und weil die Strecke ins Dorf Sauzon doch etwas weit war, montierten wir den Aussenborder. Der Start dieses kleinen Motors misslang aber gewaltig. Er wollte und wollte nicht anspringen. Also Deckel weg, Kerzen raus, schmutzige, ölige Finger voller Benzin…, da bekamen wir Besuch von der Zollbehörde. Drei Mann in einem schnellen Boot und schon waren sie an Bord. Ein flüchtiger Blick auf unsere Papiere, der Rest war Flicken. Es gelang diesen netten Kerlen aber auch nicht das Motörchen wieder in Gang zu setzen. Es tat ihnen offensichtlich Leid, doch hatten sie immerhin einen vergnüglichen Nachmittag und wir am Abend unser Fitnesstraining beim an Land rudern. Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Dorf ist schön, etwas verträumt, das Nachtessen war gut.

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Sauzon auf Belle Ile

 

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Die Schiffe im Trockenen

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mmh… oder doch etwas skeptisch

 

Anderntags Weiterfahrt auf die Insel Hoëdic, wo es auch so etwas wie einen Hafen gibt. Die Insel ist nur klein und lässt sich problemlos erwandern. Überall sieht man Fasane. Selbst Brot konnten wir am späten Abend noch kaufen.

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Port de l’Argol auf Hoëdic

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ruhig, beschaulich

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Weiter südlich liefen wir den Hafen Joinville auf der Ile de Yeu an.

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Ein Kleinod, das wir mit unseren Fahrrädern erkundeten. Schöne Strände und Buchten, saubere Dörfer, einfach einladend zum Verweilen. Gerne wären wir geblieben, aber wir wollten ja nach La Rochelle.

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Also anderntags früh auf und weg. Aber wie ist das mit Morgenstund‘ hat Gold im Mund? Nebelschwaden krochen um die Insel und mitten auf dem Meer verschluckte uns der Nebel gänzlich.

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…dafür prächtiger Sonnenaufgang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sichtweiten unter fünfzig Metern erschwerte uns die Navigation. Mit Radar und Nebelhorn suchten wir unseren Weg durch die Suppe.

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Am Mittag klarte es auf.

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Zwischen Festland und Ile de Ré, im Pertuis Breton, fuhren wir Richtung La Rochelle.

Vor uns lag noch die Brücke, die bei La Rochelle das Festland mit der Insel verbindet.

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hat gepasst, der Mast steht noch

Unser Schiff passte tatsächlich unter der Brücke hindurch, so dass wir gegen Abend im überfüllten Hafen von La Rochelle festmachen konnten.

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Einfahrt in den alten Hafen von La Rochelle

 

Unvorstellbar und überraschend schön waren diese Inseln. Herrliches Segeln bei schönsten Bedingungen. Ein Erlebnis. Da war nichts von rauem Atlantik oder garstiger Kälte. Auch die Strom- und Tidenbedingungen waren hier schon viel angenehmer als noch im Norden, was das Navigieren schon deutlich entspannte. Trotz fortgeschrittenem Herbst wurde da und dort noch gebadet. Uns hätte das doch ein bisschen Ueberwindung gekostet und wir wollen ja weiter in den Süden…