FERNANDO DO NORONHA

Fernando do Noronha

Wenn es auf ein Erden ein Paradies gibt, kommen wir der Sache hier auf dieser Inselgruppe jedenfalls schon ziemlich nah. Oder sagen wir es so: die Insel ist himmlisch, die Preise sind eher höllisch. Das Paradies gibt es nicht zum Schnäppchenpreis.

Nachdem wir ein mehr oder weniger kompliziertes Einklarierungsprozedere durchlaufen hatten, für den Ankerplatz und den Aufenthalt bezahlt hatten, konnten wir uns frei auf der Insel bewegen, jedenfalls in dem Teil, der nicht unter Naturschutz steht.

 

 

 

 

Nun, die brasilianischen Beamten waren äusserst nett und zuvorkommend, sprachen etwas weniger gut englisch, wie wir portugiesisch, aber nach etwa drei Tagen war alles geritzt. Immigration, Zoll, Polizei, Umweltschutzbehörde, ein dauerndes hin und her. Zwischendurch versorgten sie uns immer wieder mit Kaffee, zu welchem wir Toblerone mitbrachten. Nein, das ist keine Bestechung, man scheint hier einfach nett zu sein miteinander. Zum Schluss erklärten sie uns, wir müssten dann am Festland das ganze nochmals…

Fernando do Noronha ist eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs von insgesamt lediglich 26 km2 und liegt etwa 350 km vor dem brasilianischen Festland. Nur die Hauptinsel ist bewohnt und zählt etwa 3000 Einwohner, die heute hauptsächlich vom Tourismus leben. Die Touristen werden ausschliesslich mit dem Flugzeug auf die Insel gebracht. Noch vor zwanzig Jahren war hier die Fischerei Haupteinnahmequelle. Heute ist Fischen verboten. Nun, die heutigen Touristen lassen sich hier gut und gerne melken. Die Anzahl der Besucher wird streng begrenzt.

 

 

 

Durch die Abgeschiedenheit dieses Archipels ist hier auch die Natur und Landschaft intakt geblieben. Man sieht hier keine Hochhäuser, keine klotzigen Hotelbauten. Etwa die Hälfte der Hauptinsel steht seit 1988 unter Naturschutz und wurde schon 2001 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Es gibt hier einige endemische Pflanzen und Tiere. Nun ausser an den Strand liegen, Schnorcheln und Tauchen, etwas wandern, Wellen reiten, Delfine beobachten lässt sich nicht viel mehr machen, als hier in diesem tropischen Klima die Seele baumeln zu lassen. Immerhin die Tauchgründe gelten als die besten weltweit. Nicht einmal ein Nachtleben gibt es hier. Man muss froh sein, nach Sonnenuntergang noch eine Cola zu kriegen. Einfach Erholung pur. Das konnten wir nach unserer Atlantiküberquerung doch brauchen.

 

 

Ich zitiere hier den Lonely Planet Reiseführer (man vergebe mir!), weil man Noronha kaum treffender beschreiben kann. Zitat: „Während sich Religion, Wissenschaft und Philosophie weiter darüber streiten, was nach dem Tod passiert, gibt’s in Brasilien wenig Zweifel: Der Himmel kann nur die zweite Geige nach dem 21 Inseln umfassenden Archipel Fernando do Noronha spielen. Noronhas natürliche Schönheit nimmt es problemlos mit sämtlichen tropischen Orten der Welt auf. Kristallklares Wasser, eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt mit der höchsten bekannten Dichte an heimischen Delfinen der Erde und spektakuläre tropische Landschaften machen die Inselgruppe schlichtweg einzigartig. Drei der fünf schönsten Strände Brasiliens befinden sich hier. Dank des Parque Nacional und hiesiger Naturschutzprojekte ist die Umwelt zu Land und Wasser so intakt, dass die Einheimischen schon witzeln, dies seien die „Nein“-Inseln: Nein, du darfst das nicht, nein, das darfst du auch nicht etc.“ Zitat Ende.

Die bewohnte Hauptinsel ist nur etwa zehn km lang. Es gibt nur eine befestigte Strasse, die etwa sieben Kilometer vom Hafen zur „Hauptstadt“, von dort zum Flughafen und dann hinunter zur Baìa Sueste führt. Der höchste Punkt ist der imposante Morro do Pico. Er liegt 323müM und 4300m über dem Meeresboden. Nein! Da darf man nicht hinauf klettern. Also lassen wir das.

auf dem Veloweg

exotische Pflanzen entlang dem Weg

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten das Glück von unserer KAMA* aus schnorcheln zu können. Wir besuchten auch die verschiedenen Strände mit unserem Dinghi. Sie gelten als die schönsten Brasiliens. Auch zu Fuss waren wir unterwegs. So besuchten wir das Haimuseum und das Städtchen.

Im Haimuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

Woher wohl haben die Haie, diese gfürchigen Wesen, ihren schlechten Ruf?

 

Die Haupstadt Vila dos Remédios

Das Verwaltungsgebäude

gut bewacht

 

 

 

 

 

 

 

Denkmal zu Ehren des ersten Atlantiküberflugs

Holperstrassen, immerhin befestigt

 

 

 

 

 

 

Die Kirche

hatte wohl auch schon bessere Zeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Hügel finden sich noch Ruinen der portugiesischen Befestigung, die im 18. Jhdt. auf den Resten eines holländischen Forts erbaut wurden, das schon 1629 errichtet wurde, die Fortaleza de nossa Sga dos Remédios.

Der Eingang

 

 

 

 

 

 

 

Der schöne Hof

bietet viel Vergnügen

 

 

 

 

 

 

 

schöne Aussichten

auch auf den Hafen mit der einsamen KAMA*

 

 

 

 

 

 

 

allerlei Krabbelgetier

fühlt sich hier wohl

 

 

 

 

 

 

 

in diesen

verwinkelten Ruinen

 

 

 

 

 

 

 

Der Blick hinüber zur Stadt

und in Richtung des schönsten Sonnenuntergangs

 

 

 

 

 

 

 

Entdeckt wurde die Inselgruppe 1503 von Amèrigo Vespucci. Der portugiesische Adlige Fernão de Loronha erhielt die Inseln von der portugiesischen Krone (Manuel I., der Glückliche) als Geschenk. Dass der Name heute Fernando de Noronha und nicht Loronha heißt, hat wohl einfach nur mit der damaligen falschen Aussprache zu tun. Wen wundert’s bei dieser Sprache ;-). Er war selber nie dort und hat wohl einfach vergessen, dass er diese Inseln besitzt. Auch die Franzosen waren hier. Die Insel wurde auch als Gefängnisinsel benutzt. Während des 2. Weltkriegs waren Amerikaner hier stationiert.

Blick über den Hafen, aus dem Restaurant

wo wir uns stärken.

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist Noronha nur noch eine erstklassige Touristendestination der oberen Preiskategorie. Ja, hier muss alles importiert werden, was die Preise halt erhöht. Wir genossen dennoch die eine oder andere Strandbar und hatten das Privileg, es uns gut gehen zu lassen.

 

Streifzug über die Insel

 

 

 

 

 

 

 

Die Kapelle über dem Hafen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was geht wohl in den Köpfen vor?

 

 

 

 

 

 

 

Abendliche Heimkehr mit dem Dinghi vom Hafen zur KAMA*

Sonnenuntergang zwischen den Dois Irmaões (den 2 Schwestern)

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausfahrt im Beiboot zu den Stränden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Pedro do Piao, einem natürlichen Seismographen

 

 

 

 

 

 

 

Anlanden mit diesen Wellen war gar nicht so einfach. Jedenfalls waren wir alle klitschnass und das Dinghi gefüllt. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Die Welle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flanieren und geniessen am Strand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen den Steinen findet sich allerhand Interessantes…

 

 

 

 

 

 

Krabben

 

 

 

 

 

 

eine Muräne, die uns gewaltig erschreckte mit ihrem Fauchen                                                     Muscheln etc.

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier lässt es sich gut sein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, für heute ist genug! Ich glaube, am besten macht Ihr mal eine Pause und schaut Euch dann den kurzen Rest im nächsten Beitrag an. Ich denke, die Webseite ist auch froh, wenn sie nicht so viele bits und bytes verarbeiten muss. Um Euch den Übergang zu vereinfachen habe ich den nächsten Artikel einfach NORONHA II übertitelt.