MANAUS II

Manaús II

So nahmen wir etwas wehmütig Abschied von „unserer“ Lodge und fuhren den ganzen, langen Weg zurück nach Manaús. Noch einmal genossen wir den Juma-River und den Solimões. Auf dem Strassenabschnitt sahen wir sogar noch einen Riesenotter. Das ging aber so schnell, dass es für das Foto nicht reichte. Schade. Bei der Encontro das Agúas kam heute noch ein drittes hinzu, dasjenige von oben. Nun, bei den vorherrschenden Temperaturen ist das nur halb so schlimm.

Wir wurden zum Flughafen gebracht, wo uns klar gemacht wurde, dass es in den nächsten Tagen unmöglich sein wird, aus Manaús auszufliegen. Pouh, da war guter Rat teuer. Da blieb also nur das Schiff flussabwärts. Ach, die Leute im Büro waren so nett, dass sie mit uns durch ganz Manaús zum Hafen, dem Porto Flutuante, fuhren und uns dort durch die verschiedenen Büros und über die hohen Sprachbarrieren halfen. Wir besuchten verschiedene Schiffe, die als Fähren, als das Verkehrsmittel, den Amazonas befahren. Wir suchten eine Fahrt hinunter nach Santarem oder Belém (Bethlehem) um von dort mit einem Flugzeug oder Bus weiterreisen zu können. Na, so verlockend, wie das klingt, als ich diese Art Schiffe und deren Standard sah, ist mir die Lust an einer solchen Flussfahrt ziemlich rasch vergangen. Entweder du hängst fünf Tage in einem Zwischendeck in der Hängematte rum, oder verschliesst dich in eine Kabine, in welcher wir nicht einmal Chüngel halten würden. Gut, zum Zeitvertreib hätte man so Spielchen machen können, wie Kakerlaken jagen oder wer sieht am meisten Ratten.

 

 

 

 

 

 

 

Die Fahrt als solche, den Amazonas hinunter, wäre jedoch sicher einmalig schön gewesen und ein besonderes Erlebnis. Aber wahrscheinlich bin ich, zum Leidwesen meiner Frauen, für solche Art Reisen schon zu alt. Übrigens galt der Porto Flutuante, der schwimmende Hafen, bei seiner Einweihung 1902 als technisches Wunderwerk. Er konnte um mehr als 15m den saisonal schwankenden Wasserständen angepasst werden.

Die Tafel mit den jährlichen Wasserhöchstständen am Porto Flutuante

Der nette Reisebüroangestellte brachte uns zum Flughafen zurück, wo wir den nächsten Flug buchten, das hiess in einer Woche einen Bummler nach Recife. In Zentrumsnähe konnten wir ein Hotel buchen, in welchem wir im zehnten Stock ein Zimmer bekamen. Wir freuten uns auf unsere Zwangsferien, wussten wir doch, dass es hier in der Gegend noch viel zu entdecken gab. Zudem hatten wir das Glück, dass sich einer unserer Baumführer als Reiseleiter zur Verfügung stellte, um uns die Stadt zu zeigen. Schon am nächsten Tag holte er uns mit seinem Auto ab und führte uns in den an der Av. Margarita gelegenen Jardim Botânico Adolpho Ducke. Garten ist vielleicht nicht die richtige Bezeichnung für einen über hundert km2 grossen Stadtwald, den weltweit Grössten seiner Art. Bei der Ankunft realisierten wir, dass er geschlossen war. In Brasilien scheint das aber nicht so ein Problem. Unser Führer diskutierte kurz mit den Angestellten und schon wurden wir vom Direktor persönlich durch den Garten geführt.

 

 

 

 

 

 

Es gibt fünf kurze Wanderwege, von welchen wir denjenigen benutzten der zum Aussichtsturm führt. Unterwegs gerieten wir in ein fürchterliches Gewitter, das uns aber unter dem dichten Blätterdach nicht viel anhaben konnte. Mit dem Besteigen des Turms warteten wir allerdings.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Blick vom vierzig Meter hohen Turm in die nebelverhangenen Baumkronen.

Der Garten darf nur in Begleitung eines Guides besucht werden. Zu viele Leute verirren sich in diesem Wald und müssen jeweils tagelang gesucht werden. Der Wald unterscheidet sich wesentlich von den Wäldern, die wir die Woche zuvor besucht haben. Der grosse Unterschied liegt darin, dass dieser Wald hier etwas in der Höhe liegt und somit nie überschwemmt wird. Daher wachsen hier andere Bäume und Pflanzen, die wiederum auch andere Tiere beherbergen. Für uns war es interessant, diese Unterschiede so eins zu eins vorgeführt zu bekommen.

 

 

 

 

 

 

Unser Direktor führte uns auch noch durchs Open-air Museum (MUSA Museu da Amazônia), zeigte uns die Aquarien und fütterte die Fische, so dass wir diese einmal in Aktion und nicht nur auf dem Fischmarkt sahen. Neben Tambaquí, Arapaima oder Candirú, auch brasilianischer Vampir genannt etc. gibt es dort auch einen Zitteraal, wie ich ihn als Kind zusammen mit Tante Trudi jeweils im Züri Zoo bestaunen konnte. Piranhas waren für uns nicht mehr so interessant. Aber es gibt auch Stechrochen oder den Hochspringer Arowana. Natürlich sind auch alle die anderen Süsswasserfische vertreten, wie ich sie früher in der Praxis im Aquarium hatte. Also nicht nur bei den Früchten oder Pflanzen, sondern auch bei den Fischen eine unglaubliche, faszinierende Vielfalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Seerosenteich erhielten wir noch den notwendigen Biologieunterricht

 

Am nächsten Tag holt uns unser Führer wieder beim Hotel ab, um uns die Stadt zu zeigen. Natürlich kannten wir schon einiges von unserem ersten Besuch her, hatten so aber mit einem Einheimischen vielmehr Einblick. Wir gingen nochmals durch den Markt, besuchten die Kathedrale, das Centro Cultural Usina Chaminé, auch bekannt als Museum der fünf Sinne, in welchem in alten Fabrikhallen Ausstellungen zum Alltag und Kultur der indigenen Bevölkerung stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich daneben befindet sich eine Parkanlage, die dadurch entstanden ist, dass man eine Favela geräumt und abgerissen hat. Diese Grünflächen zum Leben zu erwecken gelang aber nicht wirklich, sowieso nicht mit dem Blick über den kleinen Flussarm, wo sich eine der gefährlichsten Favelas Brasiliens befindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der etwas klägliche Versuch einen neuen, interessanten Park anzulegen. Vis-à-vis eine der gefährlichsten Favelas Brasiliens.

Wir besuchten das historische Zentrum, wo uns unser Führer viel über die Geschichte  mit dem Kautschuk erzählte. Den Gummibaum gab es ursprünglich nur im Amazonas. Mit dem zunehmenden Bedarf an Kautschuk, wie z.B. Für Autoreifen oder andere für Fahrzeuge benötigte Gummiteile war der Saft dieser Pflanzen sehr begehrt und hier in Manaús lag das eigentliche Zentrum dieser Industrie, was der Stadt zur damaligen Blüte verhalf. Die Geschichte des Kautschuks ist höchst interessant, wenn auch traurig in Bezug auf Sklaverei und Völkermord.

 

 

 

 

 

 

 

Historisches Pflaster aus den Anfängen von Manaús.

 

Ich sagte ja immer Manaús ist gefährlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An diesem Platz wird an die  Geschichte des Kautschuks erinnert.

 

Wer Lust und Musse hat findet in den Verlinkungen interessante Angaben. Henry Ford versuchte das britische Monopol zu umgehen, indem er hier Plantagen anlegen liess. Die Arbeiter unterstanden einem strengem Regime. Es galt ein Alkohol- und Rauchverbot. Es durften auch keine Prostituierten aufgesucht werden, was sich aber leicht umgehen liess. Typisch für Ford verfolgte dieses Projekt gleichzeitig ökologische, soziologische und gartenbautechnische Ziele. Das Problem, die Amerikaner hatten von den klimatischen Bedingungen und tropischer Landwirtschaft im Gebiet des Amazonas null Ahnung. Auch wurden die Bäume viel zu eng gepflanzt, so dass die Plantagen einem Pilzbefall zum Opfer fielen. Und als 1945 die Entwicklung des synthetischen Kautschuks das natürliche Produkt rasch ablöste, war das Schicksal dieser Plantagen rasch besiegelt. Heute ist Fordlândia, das wir selber nicht besuchten, ziemlich heruntergekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischendurch einmal einen Kaffee, vor allem wenn er so richtig brasilianisch zubereitet wird und einem ein sympathischer Weihnachtsmann in die Tasse schaut, ist doch ein absolutes Muss und gibt wieder Schub für die weiteren Besichtigungen.

 

Der Palàcio Rio Negro wurde 1903 erbaut und war Wohnsitz eines deutschen Kaufmanns aus Hamburg, des Herrn Scholz, besser bekannt unter dem Namen Kautschuk-Baron. Die Kautschuk-Krise traff auch diesen Herrn, der dieses sein Haus verkaufen musste. Käufer war die Regierung und das Haus wurde Regierungssitz und Wohnhaus der Gouverneurs. 1995 wurde der historisch wertvolle Palast in ein Kulturzentrum umgewandelt. Im brasilianischen Frühling und Sommer, etwa von Oktober bis März, ist der Palácio Rio Negro für Besucher geschlossen. Zu dieser Zeit beherbergt er den amtierenden Präsidenten. Also konnten auch wir diesen Palast nur von aussen bestaunen. Schade, denn er muss auch innen äusserst interessant sein.

Am Abend folgte der besinnliche Teil des Tages. Wir besuchten in der Kirche das Weihnachtskonzert des Konservatoriums. Neben Vivaldi, Bach, Händel und Purcell wurde von Leroy Anderson, A Christmas Festival – Pout Pourri de músicas natalinas, gespielt. Warum ich das erwähne? Weil im Programm so schön geschrieben steht, … das Stück bringt zu Ton all die Freude und Hoffnung auf bessere Tage, die mit der Ankunft des Jesuskindes, unseres Erlösers, verbunden sind (Esta peça traz a tona todo o sentimento de alegria e de esperança por dias melhores advindos do nascimento, da chegada do menino Jesus, nosso salvator). Und das Ganze wurde auch wirklich in einer völlig lockeren und freudigen Atmosphäre aufgeführt. Danke den zahlreichen Musikern für die Einstimmung in die weihnachtlichen Festtage.

in der Sakristei wird noch etwas geübt

lockeres Beisammensein

 

 

 

 

 

 

 

gespannt auf die Darbietung

volle Konzentration

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag fuhren wir auf der Transamazonica Richtung Norden. Eigentlich ist die Transamazônica ein seit Mitte des 20. Jhdt bestehendes Strassenbauprojekt, das den Atlantik in etwa auf der Höhe des Aequators mit dem Pazifik verbinden sollte. Einige Teilstücke wurden fertig gestellt, sind mittlerweile aber bereits wieder überwuchert und verfallen. Gut, es ist wahrscheinlich wirklich schwierig diese Strasse zu bauen, die über die quer verlaufenden Amazonaszuflüsse führt, die in den Regenzeiten auf unübersehbare Breiten von manchmal mehr als fünfzig Kilometern anschwellen. Sinnigerweise startet die Transamazônica dort, wo KAMA* auf uns wartet, in Cabedelo. Der von uns befahrene Abschnitt führt von Manaús nach Venezuela. Die Geschichte dieser Strasse ist traurig, nein, himmeltraurig, wurden doch wegen dieser Strasse, damit sie gebaut werden konnte, zig-tausend, und hier spreche ich von gegen hundert Tausend Indios, die sich für ihr Land wehrten, einfach umgebracht. Und wenn man diese Strasse befährt, fragt man sich, ob man sich nicht mitschuldig macht. Nein, ich mag gar nicht mehr darüber schreiben, möchte aber nochmals auf den Link verweisen.

schnurgerade durch Amazonien Richtung Venezuela

Unser Ziel war die Ortschaft Presidente Figueiredo, eine kleine,staubige Stadt, die sich selbst als „Terra de Cachoeiras“ (Land der Wasserfälle) nennt. Sie ist von Dutzenden von Wasserfällen und Höhlen umgeben. Sie liegt etwa 120 km von Manaús entfernt. Wir wanderten durch den Tropenwald entlang den Flüssen zu verschiedenen Wasserfällen, verzichteten aber gerne darauf, in diesem braunen, trüben Wasser zu baden. In den Höhlen bestaunten wir die Fledermäuse (Tollwut?). Müde kehrten wir am Abend in unser Hotel zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir liessen es uns nicht entgehen nochmals das teatro amazônica zu besuchen. Wir buchten eine Führung durch dieses interessante Gebäude und erhielten dadurch Einblick in die Architektur aber auch die gesellschaftlichen Vorgänge jener Epoche.

Hier wird geprobt

 

 

 

 

 

 

 

ein Saal extra für das Lego-Modell

reich verzierte Nebensäle

 

 

 

 

 

 

 

Blick in den grossen Saal

Zahlreiche illustre Presönlichkeiten sind anwesend.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend fand hier das Weihnachtskonzert statt. Das unter dem Patronat der amazonischen Regierung stehende Konzert stand dieses Jahr unter dem Motto: Weihnachten mit Liebe und wollte vor allem auf die Armen und diejenigen, die auf der Schattenseite des Lebens geboren sind, aufmerksam machen.

Bei der Aufführung handelt es sich um ein Krippenspiel mit dem Titel „Cecilia und der Weihnachtsstern – Weihnachten im Urwald“ oder in der Originalsprache „Ceci e a Estrela – O Natal na Floresta“. Dutzende von Künstlern haben diese Aufführung mit Liebe und Hingabe vorbereitet. Die Kunstschule stellte ihr Wissen und Können an Musik, Theater und Tanz zur Verfügung. Klar, dass hier nicht einfach ein simples Krippenspiel dargeboten wurde. Es war ein farbenfrohes, sehr lebendiges Spektakel mit Indianern, Aras, Jaguars, roten Delfinen etc. und wahrscheinlich eher zufällig auch mit dem Jesuskinde. Glückseligkeit und Zufriedenheit verspricht jedoch das Finden des Sterns von Belém, der zu dieser Zeit als Sinnbild des Göttlichen auf die Erde gefallen ist. Ein Stück, dem amazonischen Geist entsprungen. Weihnachtszeit als Moment von Erneuerung, Hoffnung, Veränderung, neuer Energie, Enthusiasmus und der Hoffnung auf die Erfüllung unserer Träume. Früh musste man sich abends in die Kolonne der Einlass begehrenden einstellen . Immerhin wurde das Stück zwei Mal gespielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Tag machten wir einen Ausflug mit dem Schiff. Ziel war, die rosa Delfine zu besuchen. Das ging natürlich nicht ohne noch einmal beim encontro das agúas vorbeizukommen.

Nochmals encontro das águas

entlang von weitem Schwemmland

 

 

 

 

 

 

 

und langen, schönen, weiten Stränden

unter dieser stolzen Brücke hindurch

 

 

 

 

 

 

 

Doch dann ging es den Rio Grande hoch, entlang den schönen Stränden und unter der neuen Brücke hindurch. Wir besuchten Einheimische, die auf ihren Flussbooten wohnen und da auch Restaurants betreiben, Handwerk verkaufen und auch so quasi einen „Streichelzoo“ unterhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Urwald

hier sieht man wieder, wie hoch das Wasser steigen wird, bis zur dunkel/hell – Grenze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Streichelzoo“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach ging es nochmals flussaufwärts, wo wir zu den rosa Delfinen ins Wasser stiegen. Das war noch so kribbelig, wenn man diese Tiere im trüben Wasser plötzlich zwischen den Beinen spürte und sie dann vor der Nase hatte. Niemand weiss, wie viele dieser sicher seltenen Tiere noch existieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt auch noch andere Arten von Flussdelfinen im Amazonas. Früher gab es noch rosa Delfine im Yang-tse-kiang (China). Meines Wissens gelten sie dort aber als wahrscheinlich ausgestorben. Wieder trocken fuhren wir den Fluss hinunter und besuchten auf der Rückreise noch einen Indianerstamm. Klar, es war etwas folkloristisch, aber solche Besuche ermöglichen solchen Stämmen das Überleben. Tönt vielleicht etwas höhnisch im Wissen darum, was wir diesen Ureinwohnern alles angetan haben. Jedenfalls war der Besuch für uns interessant und die Leute hatten Freude uns zu empfangen. Sie luden uns ein, ihre Küche zu degustieren (was ich höflich ablehnte ;-)) und zeigten uns einige ihrer traditionellen Tänze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sogar die Ameisen haben die Farben der Indianer

 

 

irgendetwelche Insektenlarven

Nein danke, habe keinen Hunger!

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rio Negro ging es wieder zurück zu unserem Ausgangshafen. Wir bestaunten die Hotelkomplexe mit den schönen Stränden nördlich von Manaús, staunten über die vielen Schiffe entlang dem Ufer und waren abends müde zurück in unserem zentrumsnahen Hotel. Alles war tip top organisiert.

überall Schiffe

 

 

 

Blick von unserem Hotel gegen Abend mit dem Rio Negro und der Brücke

im Zimmer hatten wir einen Besucher an der Decke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Zeit in Manaús lief ab. Das war doch ein Glück, dass wir nicht schon früher einen Flug hatten. Oder haben wir uns einfach an die brasilianische Lebensart gewöhnt, aus allem das Beste zu machen. Tatsache ist, dass man noch viele Wochen in dieser Gegend verbringen könnte. Das Amazonasgebiet ist weit, sehr weit, voller interessanter Dinge und sagenumwobener Geheimnisse. Aber wir freuten uns auch, wieder auf unsere KAMA* zurück zu kehren. Wie es ihr wohl nach so langem alleine sein geht? Unser Flug führte über viele Stationen nach Recife, wo Bernardo mit seinem Taxi auf uns wartete und uns zu unserem Schiff zurückbrachte.

 

 

 

Wir hatten eine wunderbare, wirklich auch besinnliche und zufriedene, interessante Vorweihnachtszeit. Erstaunlich, uns fehlten weder Schnee, noch der Geruch nach Marroni oder Cheminéefeuer. Mandarinli und all die Früchte hatten wir im Übermass. Weihnachten lässt sich effektiv auch bei dreissig Grad würdig feiern. Katja hat uns ein riesiges, unvergessliches Geschenk gemacht. Danke noch einmal vielmals. Ein Dank aber auch an Stefan, der zu Hause die Festung hütet und es Aisha ermöglicht in ihrer gewohnten Umgebung zu verbleiben. Ja, ja , wir lösen dich dann wieder ab.